Buckelschweißen – Bolzen auf Stahlblech

Die Abteilung Innovationen & Prototypen von TECHNAX präsentiert ihre neueste Entwicklung für den HLK-Bereich: ein Widerstandsschweißverfahren, das mittels Buckelschweißen durchgeführt wird und die Verbindung eines Bolzens mit einem Stahlblech ermöglicht.

Was ist Buckelschweißen?

Das Buckelschweißen ist ein Widerstandsschweißverfahren, das speziell für das Verbinden von Werkstücken mit einer oder mehreren Erhebungen (sogenannten Buckeln) entwickelt wurde. Diese kleinen Kontaktpunkte konzentrieren den Strom, um eine präzise, feste und lokalisierte Schweißnaht zu erzielen.

Wie funktioniert dieses Verfahren?

  1. Druckaufbau und Stromdurchfluss
    Die Schweißelektroden üben eine Kraft auf die Teile aus. Anschließend wird über die Elektroden elektrischer Strom durch die Baugruppe geleitet.
  2. Thermische Konzentration auf die Buckeln
    Aufgrund ihres geringen Kontaktquerschnitts weisen die Buckeln lokal einen höheren elektrischen Widerstand auf.
    Sie werden daher zu bevorzugten Erwärmungspunkten: Die Temperatur steigt dort viel schneller an als im Rest des Raumes.
  3. Lokalisierte Verschmelzung des Buckels
    Unter dem kombinierten Einfluss von Druck und Wärme schmilzt und verflüssigt sich der Buckel und erzeugt einen lokalisierten Schmelzbereich an der Schnittstelle der Teile.
  4. Bildung des Schweißkerns
    Durch die Verfestigung entsteht ein Schweißkern mit homogener metallurgischer Kontinuität, der eine robuste mechanische und elektrische Verbindung gewährleistet.

Warum wird dieses Verfahren angewendet?

Das Buckelschweißen bietet mehrere wesentliche Vorteile:

Hohe Genauigkeit

Die Verschmelzung findet nur an den Buckeln statt, der sogenannten Wärmeeinflusszone (WEZ), wodurch eine saubere und perfekt kontrollierte Verbindung gewährleistet ist.

Zu beachten: Das Werkstück muss im Vorfeld für die Integration den Buckeln vorbereitet werden.

Geringer Verschleiß der Elektroden

Die Elektroden weisen einen geringeren Verschleiß auf, insbesondere dank der ebenen Oberfläche des Werkstücks.

Einsparungen bei Verbrauchsmaterialien und Energie

Beim Buckelschweißen wird kein Lot benötigt, sodass nur Elektroden als Verbrauchsmaterialien zum Einsatz kommen. Dieser Ansatz vereinfacht den Montageprozess und senkt den Energieverbrauch.